ROBs Gedanken

90. Ausgabe
33. / 34. Spieltag 2005

Generöse Gäste

Aufgrund der größeren Entschlossenheit letztlich kein unverdienter Erfolg Hannovers.
(Fazit des "Kicker" zum Spiel)

Na also: auf den Hamburger SV ist Verlass. Auch nach dem vierten gemeinsamen Aufeinandertreffen in der Bundesliga in Folge ging die volle Punktzahl an Hannover 96 – damit sind die Hanseaten wohl definitiv unser Lieblingsgegner seit dem Wiederaufstieg (02/03 gab es eine Niederlage und ein Unentschieden). Beide Partien gegen einen Konkurrenten zu gewinnen, war den Roten bisher in dieser Spielzeit nur gegen Kaiserslautern und Mönchengladbach vergönnt. Und auch das nach dem Nürnberg-Spiel prognostizierte dritte späte Siegtor der Saison – gezählt ab der 75.Minute – gewährten uns die freundlichen Gäste von der Alster. Sie waren mit großen Zielen und Erwartungen nach Hannover gekommen und gingen am Ende doch leer aus – keine Frage, ein schmeichelhafter Erfolg für unsere 96er. Da wir mit solchen Siegen aber nicht gerade reichlich gesegnet sind, nehmen wir ihn einfach mal klaglos hin.

Dabei fing alles gar nicht so toll an. Nach verhaltenem Beginn auf beiden Seiten nutzten die Hamburger ihre erste "Torchance" zum Führungstreffer: Tarnat ließ dabei Benjamin sträflich ungehindert nach innen ziehen. Der Namibier brauchte nicht mal eine Körpertäuschung, weil Tanne seinen Durchbruch über die Flanke erwartete und sich schon mal nach außen bewegte – dadurch war der Hamburger plötzlich völlig frei und nutzte den Raum für einen spektakulären Sonntagsschuss. Dass der "Premiere"-Kommentator später Tarnats wichtige Rolle bei Hannover 96 hervorhob (Erfahrung, blabla), wundert hingegen nicht mehr – als Ex-Bayern-Spieler steht man offensichtlich außerhalb jeglicher Kritik. Dabei hatte er nicht nur das 0:1 verbockt, sondern glänzte auch wieder mit zahlreichen Flanken von der Mittellinie an bzw. in den 16er, mit denen man nicht mal was in England anzufangen weiß. Immerhin: ein Freistoß kam mal wieder aufs Tor, zwang Hamburgs Wächter zu einer Glanzparade - ansonsten bestätigte Tarnat seine Auftritte 2005: harmlos nach vorne, nachlässig nach hinten.

Das Unheil drohte also, mal wieder seinen Lauf zu nehmen. Nach vorne ging nämlich zunächst erneut nicht allzu viel – schlechtes Aufbauspiel nach dem Motto "einen Schritt vor, zwei zurück" und zahlreiche Fehlpässe in die Spitze. Doch das Glück wandte sich ausgerechnet unseren Helden wieder zu, als sie endgültig ins Verderben zu laufen schienen. Ausgangspunkt war wieder ein individueller Fehler: bei einem langen Ball verschätzte sich Per Mertesacker, obwohl unbedrängt, als letzter Mann. Robert Enke, der das Unheil im Rücken unseres Youngsters in Person von Emile Mpenza heranflitzen sah, stürzte aus dem Tor, der Belgier schnappte Per den Ball weg und legte ihn gleichzeitig an unserem Torwart vorbei. Der Rest ging ebenso schnell wie unheilvoll vor sich: Enke, in vollem Lauf, konnte nicht rechtzeitig bremsen, es kam zum Kontakt zwischen ihm und Mpenza und der Hamburger stürzte. Alle schnellen Befürchtungen wurden durch den schneidigen Pfiff des Schiedsrichters bestätigt. Alle Beschwerden bezüglich einer Schwalbe oder der Tatsache, dass das Foul nicht im 16er passiert war, erwiesen sich beim Studium der Zeitlupe als unrichtig. Diesen Elfer konnte man definitiv geben.

Doch der vermeintliche Anfang vom Ende entpuppte sich als Ende vom missratenen Anfang. Referee Sippel zeigte nämlich unserem Keeper lediglich die Gelbe Karte – andere hätten da knallhart Rot gegeben. Und das war in doppelter Hinsicht für uns bemerkenswert: Enke, der ja ganz wichtig für unsere Stabilität ist, blieb nicht nur im Spiel und parierte Beinlichs Strafstoß, sondern wir hätten auch die "pole position" in der Fair-Play-Wertung an Bielefeld verloren (Arminia kassierte in Rostock auch nur eine Gelbe, für Rot gibt es ja gleich fünf Minuspunkte). Der verschossene Elfer war also nicht nur der Knackpunkt der Partie, die Milde des Herrn Sippel – ein Name, der bei 96-Fans normalerweise negative Reaktionen hervorruft – könnte uns den Platz in der Verlosung um das Startrecht im UEFA-Cup beschert haben. Doch wollen wir in diesem Fall erst mal abwarten...

In der Folge spielten die Roten nun deutlich besser. Als nach einem gelungenen Spielzug endlich auch mal die finale Flanke gut getimt war, war der Ausgleich perfekt: ausgerechnet der viel gescholtene Jiri Stajner nickte den Ball ins Tor. Nach der Pause allerdings erhöhten die Hamburger notgedrungen die Schlagzahl – zur Verwirklichung ihrer europäischen Visionen musste schließlich ein Sieg her. Doch sie erwiesen sich nicht als würdig für den UEFA-Cup. Sie hatten zwar zum Teil deutlich mehr Feldanteile und Ballbesitz, konnten diese aber kaum in Torgefahr ummünzen. Und als alle mit einem 1:1 rechneten, schlug der gerade erst eingewechselte Barnetta zu. Bei seinem Solo verriet der Schweizer die Klasse, die er wegen seines Kreuzbandrisses lange Zeit nicht unter Beweis stellen konnte.

So blieben am Ende die Punkte glücklich in Hannover, nicht zuletzt wegen der erneuten Bestätigung der Tatsache, dass diese Saison zwei erzielte Tore nur einmal nicht zum Sieg reichten: beim 2:2 gegen Freiburg. Mal sehen, was jetzt die Leverkusener unter "ganz viel" verstehen – die Rheinländer profitierten am meisten in der Tabelle von der Hamburger Niederlage. Und hatten ihrem Ex-Mitarbeiter Ilja Kaenzig angeblich "ganz viel versprochen, wenn wir den HSV schlagen". Wie wär´s denn mit Barnetta?

Sparen á la 96

"Das erinnert mich an die Zeit, als ich die Verhandlungen noch selbst geführt habe"
(96-Präsident Kind, leicht wehmütig, vor den anstehenden Transferverhandlungen)

Ende Oktober hieß es nach unserer goldenen Serie, die faktisch den frühzeitigen Klassenerhalt bedeutete, dass trotz der Planungssicherheit keine teuren Verpflichtungen für die kommende Saison angepeilt würden. Immerhin wurde in den letzten Bundesligajahren ja viel Geld für zahlreiche Flops ausgegeben, sodass die Kehrtwende aus schlechter Erfahrung und leerer Kasse nachvollziehbar erschien. Allerdings hätte diese Vorgabe niemand gehindert, sich rechtzeitig um im Sommer 2005 ablösefreie Spieler mit Perspektive zu bemühen.

Schon in der Winterpause wurde der für selbige verordnete Verpflichtungsstopp allerdings gebrochen: Ewald Lienen boxte hinter dem Rücken des auf der offiziellen Linie sich bewegenden Ilja Kaenzig bei Präsident Kind das Ausleihgeschäft mit Veljko Paunovic durch. Schlecht für den Manager, wenn sein Vorgesetzter eine Ausnahme von der selbst vorgegebenen Regel macht. Das negative Ende im Fall Paunovic ist ja hinlänglich bekannt.

Mit der Folge, dass der "Boss" offensichtlich zur Überzeugung gekommen ist, wieder mal selbst das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Schließlich hat sich Kaenzig durch mangelndes Durchsetzungsvermögen und Lienen durch mangelndes Auge in der Causa Paunovic beim Alten diskreditiert. Hinzu kam dann noch die brutale Abschlussschwäche der Rückrunde, sodass Kind jetzt die Kehrtwende der Kehrtwende eingeläutet hat. Im Übrigen eine schallende Ohrfeige für Trainer und Manager, die momentan nur noch als reine Erfüllungsgehilfen fungieren. Der Präsident höchst selbst nimmt die teuren Transfers auf dem kurzen Dienstweg mit seinen geldschweren Spezis wie AWD-Maschmeyer in Angriff.

Ewald Lienen, der nach seinem Griff ins Klo öffentlich Abbitte leisten musste ("Ich werde nie wieder ohne Absprache mit meinem Vorgesetzten – gemeint ist Kaenzig, der Verf. – einen Spieler verpflichten"), kann der neuen Entwicklung allerdings ganz froh tatenlos zuschauen: immerhin kriegt er wohl einen qualitativ deutlich aufgewerteten Kader zur Verfügung gestellt. Läuft die kommende Saison aber nicht gut an, dürfte er dafür ganz schnell seinen Posten los sein.

Ilja Kaenzig hingegen übernimmt die neue Vereinspolitik kommentarlos und stürzt sich gleich in die Arbeit – was vorher monatelang verpasst wurde, wird jetzt im Eiltempo angegangen. Kind bestimmt Budget und Kandidaten, den Rest muss Lehrling Kaenzig klar machen. Aus Leverkusener Zeiten hat er das Handeln ohne große finanzielle Sorgen ja von der Pike auf gelernt. Plötzlich heißt es nicht mehr Hashemian oder Brdaric oder Szabics, sondern dass "und" genauso möglich sei. Plötzlich werden Namen wie Balitsch, Bierofka und Gerber mit uns in Verbindung gebracht. Kaenzigs Meisterprüfung in der Branche wird so aber noch auf sich warten lassen.

All das, was seit Oktober versäumt wurde, soll nun blitzartig erledigt werden. So sagte der Schweizer vergangene Woche, dass nach dem HSV-Spiel für ihn "eine sehr intensive Woche" beginne. Schön, dass wenigstens mal Bewegung in die Sache kommt – zu diesem Zeitpunkt kostet sie allerdings schon weitaus mehr, als wenn man noch Ende des Jahres auf Tour gegangen wäre. Doch Manager Kaenzig bringt auch im Mai 2005 wenig bei der Verpflichtung von Spielern aus der Ruhe: "Im besten Fall sagen sie zu, im schlechten Fall ab", ließ Kaenzig für die kommenden Verhandlungsrunden jedenfalls schon mal wissen.

Die an dieser Stelle vergangene Woche aus der Zeitung falsch übernommene Beurteilung, Vahid Hashemian sei der teuerste Spieler aller Zeiten bei 96 – der Iraner kostet ja "nur" um die eine Million Ablöse, Stajner damals aber 3,3 Millionen – fällt dabei nicht so ins Gewicht: schließlich wird Hashemian bei uns absoluter Top-Verdiener, und der Storch will bestimmt genau so viel verdienen usw. usf. Martin Kind aber beruhigt schon mal mit der Rechnung, dass die Roten ja auch zahlreiche Spieler abgeben und so die Transfers ohne großes Risiko gestemmt werden können. Wenn dann auch noch Dabrowski (die unverwüstlichen Bielefelder sollen Interesse haben) und vor allem besagter Stajner abgegeben werden (Kind: "Wir sind gesprächsbereit"), könnte das annähernd der Wahrheit entsprechen.

Kleiner Tip am Rande

Tolle Torjäger kaufen ist ja nicht schlecht. Die Aussicht auf mehr Jubelmomente wird keinen 96-Fan vergraulen. Aber auf der linken Seite der Kette sollte man auch noch nachbessern. Halfar ist noch zu jung für eine ganze Saison auf hohem Niveau, Tarnat aus Altersgründen verletzungsanfällig, zu langsam und dadurch taktisch für die Position kaum noch zu gebrauchen – und somit überhaupt nicht "wertvoll für Hannover", wie es immer in Presse, Rundfunk und Fernsehen heißt. Allenfalls als "Kicker" für Freistöße könnte man ihn noch einwechseln – aber das gibt´s ja nur im American Football. Apropos: Manni Burgsmüller, Atze Streich, Axel Kruse haben den Weg vom Fußball zum Football ja schon beschritten – also, Tanne, wie sieht´s aus? Probetraining bei den Broncos? Oder wie heißt die Truppe aus Hannover gleich noch...

Über Burghausen nach Bilbao

Das Ende der Saison naht, und so sagen wir nicht nur "Wiedersehen" zu zahlreichen Spielern, sondern nach drei Bundesligajahren auch zu unserem Ausrüster "Uhlsport". Zugegeben: die Trikots dieser Spielzeit waren wohl die besten in dieser Ära. Trotzdem wirkten sie immer ein bisschen bieder und das Rot irgendwie zu quietschig – diese Saison war´s ja fast schon ein Karminrot.

So richten sich nun die Augen der 96er hoffnungsvoll bis skeptisch nach Italien (nein, nein, dass mit dem gen It... werdet Ihr hier nicht zu lesen bekommen). Diadora heißt der klangvolle Name unseres neuen Ausrüsters. Er beliefert aktuell u.a. auch AS Rom. Da es aber heißt, Diadora werde zur kommenden Saison, so zu sagen, eine "neue Linie" herausbringen, bringt ein Vergleich mit dem jetzigen Trikot der Roma wohl nichts. Zumindest, was das Design angeht. Der Schnitt, recht Körper betont, wird wohl bleiben – was die Fangemeinde gleich in zwei Lager spalten wird ("schick" gegen "schnickschnack").

Eigentlich aber wäre es mal eine gute Abwechslung – viel schlimmer ist doch bunter Schnickschnack auf den Shirts. Von dem blieben diese Saison zwar auch Totti & Co. nicht verschont, er hielt sich aber sehr in Grenzen. Und wie sehr wäre mal wieder ein Hemd zu wünschen, dass einfach einfarbig ist – ohne farbliche Absetzungen an oder unter den Armen oder auf der Schulter. Einfach nur Rot – schließlich kommen wir ja schon um die weiße TUI-Fratze nicht herum – und am besten dunkler als bisher. Der erste Teil des Wunsches, ließ Diadora bereits verlautbaren, geht wohl in Erfüllung.

Die Ankündigung, das Auswärtstrikot werde in Schwarz, Weiß und Grün gehalten sein, machte vielen Fans schon mal den Mund wässrig. Nun verdichten sich aber die Gerüchte, es handele sich um ein grünes "Leiberl", wie es der Österreicher nennt, mit einem schwarzen und einem weißen Ärmel. Das wäre nicht schön. Wenn schon, dann ein schwarzer und ein grüner Ärmel und in der Mitte Weiß. Oder eben nur Weiß oder Grün, dazu schwarze oder weiße Hose etc. pp. – das wurde ja an anderer Stelle schon mal durchgespielt.

Selbst die schöne Variante mit dem weißen Hemd und dem schwarz-weiß-grünen Brustring wäre machbar, wenn sich Sponsor TUI auf unserer Brust ein bisschen dezenter verkaufen würde. Neulich, bei der Konferenz der Zweiten Liga, fiel dem Verfasser doch die elegante Garnitur der Provinztruppe von Wacker Burghausen auf – schneeweißes Hemd, schwarze Hose, legerer Schnitt. Und nur bei genauerem Hingucken sah man einen kleinen roten Punkt und einen dünnen schwarzen Schriftzug auf der Brust der Bayern – mehr nicht. Erst im "Close Up", wie man eine Nahaufnahme heutzutage wohl nennt, wurde das Geheimnis endgültig gelüftet: der "rote Punkt" war, jawohl, ein kleines TUI-Frätzchen, und darunter stand mit zarter Nadel gestickt: TUI Travel Star. So geht´s doch auch! Kleines Problem dabei: Burghausen wird von Adidas ausgerüstet.

Aber, liebe TUI, das wäre doch ein kleiner Kompromiss – in Richtung von ROBs Ideallösung, die wie die Situation beim Athletic Club aus Bilbao aussähe. Die Elf aus dem Baskenland hat noch nie mit Trikotwerbung (der FC Barcelona ist ja gerade im Begriff, die Brust zu verkaufen) gespielt – dafür werben Sponsoren wie die "Banco Bilbao-Vizcaya" z. B. im Stadionheft mit dem Slogan: "Die BBV sorgt dafür, dass der Athletic Club auch in dieser Saison ohne Trikotwerbung aufläuft" – sehr edel!

Also, liebe TUi, wie wär´s denn dann, nächstes Jahr: "Die TUI sorgt dafür, dass die Roten endlich wieder ihren Namen verdienen": Diadora wäre bestimmt mit von der Partie, von ROB ganz zu schweigen...

Berlin bebt!

Ja, die Hauptstadt und ihre Gazetten können es kaum abwarten: bis es endlich losgeht, das letzte Spiel von Hertha BSC – gegen Hannover 96. Und man macht sich Hoffnung – zwischen den Zeilen. Plötzlich, da man sich Gedanken um einen Verein wie den unseren macht. "Für 96 geht es ja nur noch um die goldene Ananas" heißt es da, und in der "Mottenpost" wird unser Spitzenplatz in der Fair-Play-Wertung erwähnt. Als "unglaublich" wird da etwa Per Mertesackers Quote von einer einzigen Gelben Karte in 30 Einsätzen bezeichnet, aber immer mit dem dezenten Verweis, dass die Roten es ja nicht wollen können, sich am letzten Spieltag noch die Gruppen-Fahrkarte Richtung Europa nehmen zu lassen – wer von den sechs Kandidaten dann wirklich fährt, wird dann ja noch gelost.

Und das heißt dann indirekt: Hannover 96 kann ja nicht so in die Zweikämpfe gehen, also wird die Hertha das Ding schon schaukeln und wenn Schalke und/oder Stuttgart mitmachen, winkt den Blau-Weißen sogar die Teilnahme an der Champions League. Und das, ja das elektrisiert die Massen in der Hauptstadt. UEFA-Cup, na jut, aba Schempjens Lieg, jejen Maijjjj-land oder Schelllll-seh, dit wäre nach dem Jeschmack der immer ein wenig zum Jrößenwahn neigenden Ureinwohner Berlins.

Und so griffen die Verantwortlichen zuletzt in die Trickkiste – das Heimspiel vor 14 Tagen gegen die wenig attraktiven Wolfsburger wurde mit einem Plakat beworben, das die Aufschrift trug: "Jedes Spiel ein Spitzenspiel", um auf die Bedeutung der Begegnung für Hertha zu verweisen, und machte dies optisch damit deutlich, dass neben das Hertha-Logo ein Bayern-Wappen platziert wurde, das die Inschrift "VfL Wolfsburg" trug. Lustig für uns Hannoveraner, allerdings könnte es sein, dass Dieter Hoeneß & Co. die Aktion vor unserem Auftritt wiederholen. Gesichtet wurde allerdings noch kein Plakat in der Form – vielleicht gehen sie doch lieber auf Deeskalation. Mit den Autostädtern kann man solche Späße ja machen, aber mit uns...

Außerdem scheint die Bude nach den letzten Vorverkaufszahlen sowieso voll zu werden. Hoffen wir mal, dass es nicht so zu geht wie beim letzten ausverkauften Spiel im Olympiastadion: gegen Schalke kam es am Südtor – also auch dem Gäste-Eingang – wegen des großen Andrangs zu chaotischen Szenen. Das Spiel wurde mit zehn Minuten Verspätung angepfiffen, Tausende standen da immer noch vor den Toren. Die lokale Boulevardpresse stürzte sich auf das Thema und Manager Hoeneß erklärte den Fall sogleich zur Chefsache. Samstag wird sich wohl erweisen, ob er inzwischen die richtigen Maßnahmen veranlasst hat.

Mit unserem späten 0:1 in Stuttgart haben wir den Blau-Weißen mit ihren hohen Zielen ja schon ganz schön in die Suppe gespuckt. Mal sehen, was nun im direkten Vergleich noch geht. Am besten: voller Einsatz, gewinnen und noch an WOB vorbeiziehen – nicht wegen UI-Cup, sondern der Niedersachsen-Meisterschaft. Denn Arminia Bielefeld, unser hartnäckigster Verfolger in der Fair-Play-Wertung, wird ja den Zuschauern in der heimischen Schüco Arena unbedingt einen tollen Saisonabschluss bieten wollen und so im letzten Spiel den Gast aus Wolfsburg mit brutalsten Mitteln bezwingen. Aber sicher! "Ostwestfalen..."

Rote Grüße

ROB,

P.S.: Alle Berlin-Besucher schauen bitte noch mal auf die aktuellen Veranstaltungshinweise auf der Homepage...

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