ROBs Gedanken

73. Ausgabe

Der Jahresrückblick 2004

Teil 2: Die Auswertung

Punkte

Das Jahr brachte insgesamt 45 von 102 möglichen Punkten (im Schnitt 1,3 Punkte pro Spiel), erzielt durch zwölf Siege, neun Unentschieden und dreizehn Niederlagen.

Im ersten Halbjahr verzeichnete Hannover 96 dabei 17 von 51 möglichen Zählern (vier Siege, fünf Unentschieden, acht Niederlagen - Schnitt 1,0), im zweiten 28 von wiederum 51 Punkten (acht Siege, vier Unentschieden, fünf Niederlagen - Schnitt 1,7).

In den fünf Partien unter Ralf Rangnick (-> u. a. Trainerwechsel) zu Beginn des Jahres gab es 4 von 18 möglichen Punkten (ein Sieg, ein Unentschieden, vier Niederlagen - Schnitt 0,7). Unter der Leitung Ewald Lienens (-> u. a. Locker-Lienen) u. a. bis zum Ende der Spielzeit 2003/04 holte 96 13 von 33 möglichen Zählern (drei Siege, vier Unentschieden, vier Niederlagen - Schnitt 1,2), insgesamt übers Jahr unter dem neuen Trainer also 41 von 84 möglichen Punkten (elf Siege, acht Unentschieden, neun Niederlagen - Schnitt 1,5).

Tore

Im Jahr 2004 brachten es die Roten auf insgesamt 43 Treffer in 34 Bundesliga-Spielen (1,3 Tore pro Spiel) und schossen damit ein Tor mehr, als sie im gleichen Zeitraum hinnehmen mussten (1,2 pro Spiel).

Im ersten Halbjahr gelangen Hannover 96 dabei nur 19 Torerfolge (Schnitt 1,1) bei 26 Gegentreffern (Schnitt 1,5). Dabei verzeichnete man in den letzten sechs Spielen unter Ralf Rangnick ein Verhältnis von 8:14 (Schnitt 1,3 : 2,3), bis zum Ende der Spielzeit dann noch eines von 11:12 (Schnitt 1,0 : 1,1). Die Gesamtbilanz unter Ewald Lienen beläuft sich damit auf ein Torverhältnis von 35:28 (Schnitt 1,3 : 1,0).

Zuhause

Von den 18 Heimspielen des Jahres gewann Hannover 96 acht, spielte fünfmal unentschieden und verlor ebenso oft. Dabei wurden insgesamt 29 Punkte verzeichnet (im Schnitt 1,6 Zähler pro Heimspiel). Das Torverhältnis daheim beträgt 25:15 Tore (Schnitt 1,4 : 0,8).

Im ersten Halbjahr erzielten wir dabei 12 Punkte aus neun Heimpartien ( je drei Siege, Unentschieden und Niederlagen - Schnitt 1,3) bei 11:10 Toren (Schnitt 1,2 : 1,1), im zweiten dem zu Folge 17 Punkte (fünf Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen - Schnitt 1,9) bei 14:5 Toren (Schnitt 1,6 : 0,6).

Bei drei Heimspielen unter Ralf Rangnick zu Beginn des Jahres erzielten wir vier Punkte (ein Sieg, ein Unentschieden, eine Niederlage - Schnitt 1,3) bei einem Torverhältnis von 6:7 (Schnitt 2,0 : 2,3). Den Rest der Saison 03/04 wurden unter Neu-Trainer Lienen auf eigenem Platz je zwei Siege, Unentschieden und Niederlagen verzeichnet (unverändert also der Schnitt bei 1,3), bei 5:3 Toren (Schnitt 0,8 : 0,5). Lienens Bilanz im ganzen Jahr: sieben Heimsiege bei je vier Unentschieden und Niederlagen daheim, entspricht 25 Punkten von 45 möglichen (im Schnitt 1,7 Punkte pro Heimauftritt) bei 19:8 Toren (Schnitt 1,3 : 0,5).

Auswärts

Im Jahr 2004 gewann Hannover 96 vier Bundesliga-Spiele auf des Gegners Platz, holte ebenso oft ein Unentschieden und ging achtmal leer aus. Das bedeutet insgesamt 16 Auswärtspunkte (im Schnitt genau ein Punkt pro Auswärtsspiel) bei einem Torverhältnis von 18:27 (Schnitt 1,1 : 1,7).

Im ersten Halbjahr waren dabei fünf Auswärtspunkte (ein Sieg, zwei Unentschieden, fünf Niederlagen - Schnitt 0,6) bei 8: 16 Toren (Schnitt genau 1:2) zu verzeichnen. Im zweiten Halbjahr lautete die Bilanz in der Fremde: drei Siege, zwei Unentschieden, drei Niederlagen bei 11 Punkten (Schnitt 1,4) und 10:11 Toren (Schnitt 1,3: 1,4).

Ralf Rangnicks Auswärtsstatistik 2004 beläuft sich auf drei Niederlagen bei drei Gastspielen (Schnitt 0,0) und 2:7 Tore (Schnitt 0,7 : 2,3). Unter Ewald Lienen gelangen bis Saisonende fünf Auswärtspunkte (ein Sieg, je zwei Unentschieden und Niederlagen - Schnitt genau ein Punkt pro Partie) bei 6:9 Toren (Schnitt 1,2 : 1,8). Übers ganze Jahr sammelte 96 mit Lienen auswärts also 16 Punkte (vier Siege, vier Unentschieden, fünf Niederlagen - (Schnitt 1,2) bei 16:20 Toren (Schnitt 1,2 : 1,5).

Gegner

Lieblingsgegner des Jahres war der Hamburger SV, gegen den Hannover 96 im ersten Bundesliga-Spiel 2004 daheim ebenso siegreich blieb (3:2) wie in der vorletzten Partie d. J. an der Elbe (2:0). Die Hamburger waren damit nicht nur der einzige Bundesligist, den wir im Jahr 2004 zwei Mal besiegen konnten, es gelang den Roten gegen die Hanseaten auch der erste (Krupnikovic per Handelfmeter zum zwischenzeitlichen 1:1 nach zwölf Minuten) und der letzte Torerfolg d. J. (Stendel zum Endstand in der 59. Minute) sowie mit insgesamt fünf Treffern die größte Ausbeute gegen einen Liga-Konkurrenten in diesem Zeitraum.

Da die drei restlichen Siege des ersten Halbjahrs ausnahmslos gegen die späteren Absteiger gelangen - gegen 1860, Köln und Frankfurt jeweils "zu Null", folgen dann schon zwei Teams, gegen die uns "nur" vier Punkte gelangen: der VfL Wolfsburg (0:0 und 3:0 zuhause) sowie Schalke 04 (2:2 auswärts und 1:0 zuhause).

Angstgegner 2004 war der FC Bayern München (1:3 und 0:3 jeweils auswärts), gefolgt von Hertha BSC (1:3 und 0:1 jeweils zuhause).

Lange nicht mehr in Hannover waren der FC Bayern, Hansa Rostock, Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen - 2004 ließen sie sich jedenfalls nicht an der Leine blicken. Immerhin gelang bei Hansa (3:1) und Borussia (2:0) im zweiten Halbjahr die Revanche für die im ersten Halbjahr dort erlittenen Niederlagen (1:3 bzw. 0:1).

Berlin, Stuttgart und Wolfsburg standen 2004 hingegen nicht auf der Reiseroute der 96er, eine Tatsache, die sich jedoch nur gegen die VW-Städter für die Roten wirklich bezahlt machte (s. o.).

Gegen die Schwaben gelang 96 bei zwei Heimspielen nicht mal ein einziger Torerfolg (0:0 und 0:1) - nur gegen den SV Werder blieben die Roten 2004 ebenfalls - aber jeweils auswärts - ohne Torerfolg (0:0 und 0:3). Zahnlos präsentierten sich 2004 hingegen nur die Wölfe gegen uns: die "Macht von der Aller" kam als einziges Bundesliga-Team in beiden Partien zu keinem einzigen Torerfolg.

Das höchste Ergebnis zu Gunsten von Hannover 96 war 3:0 - es gelang jeweils zuhause gegen Frankfurt (08.05.2004), sowie gegen Wolfsburg (17.10.) und Bochum (30.10.). Die höchste Niederlage d. J. setzte es am 01.05. beim 1:4 in Freiburg, gefolgt von den beiden 0:3-Pleiten in Bremen (18.09.) und München (06.11.).

Ein Sonderfall ist Borussia Dortmund - die Schwarz-Gelben kreuzten im abgelaufenen Jahr gleich drei Mal mit uns die Klingen: zunächst zwei Mal in der Bundesliga (jeweils 1:1 erst in Hannover, dann in Dortmund), dann noch ein Mal im DFB-Pokal (1:0 wieder in Hannover).

Torschützen

Der erfolgreichste Torschütze für Hannover 96 im Jahr 2004 spielt längst nicht mehr für die Roten: Thomas Brdaric (-> Storch) traf sieben Mal im ersten Halbjahr ins Tor des Gegners, gefolgt vom aktuellen Top-Torschützen Daniel Stendel (-> Schangsentod), der seine fünf Treffer wiederum alle im zweiten Halbjahr erzielte, und einem weiteren Mann, der nicht mehr für 96 die Stiefel schnürt, nämlich Clint Mathis (-> u. a. Cowboy Clint). Er netzte ebenfalls fünf Mal ein (vier Mal vor, ein Mal nach der Sommerpause). Kurios: sein letztes Tor läutete gleichzeitig auch seinen Abschied bei Hannover 96 ein (-> fucking time).

Drei 96-Spielern gelangen insgesamt fünf Doppel-Packs: Thomas Brdaric (beim 2:2 in Schalke und beim 3:0 gegen Frankfurt) und Jiri Stajner (beim 2:2 gegen Freiburg und beim 3:1 gegen Kaiserslautern) brachten das Kunststück gleich zwei Mal fertig, Silvio Schröter ein Mal (beim 3:0 gegen Wolfsburg). Ein Hattrick gelang keinem 96er (zuletzt Mo Idrissou beim 4:2 gegen Nürnberg 2003).

Auch ein Hattrick gegen 96 gelang 2004 nicht: Rostocks Max, Herthas Marcelinho und Freiburgs Iashvili gelangen im ersten Halbjahr jeweils zwei Treffer gegen die Roten in einem Spiel, in der zweiten Hälfte gelang dies keinem Bundesligaspieler. Leverkusens Franca und Bayerns Makaay erzielten in beiden Aufeinandertreffen mit den Roten jeweils einen Treffer.

Clint Mathis gelang als einzigem, in drei 96-Spielen in Folge zu treffen (19. - 21. Spieltag der Saison 03/04), gefolgt von Brdaric (zwei Spiele hintereinander erfolgreich am 27./28. und 31./32. Spieltag 03/04) sowie Stendel (7./8. Spieltag, Saison 2004/05).

Per Mertesacker (-> u.a. SuPer) unterlief am 20.03. beim 2:2 in Schalke das einzige Eigentor d. J. für bzw. gegen Hannover 96 - von den Gegnern erbarmte sich 2004 niemand, sich das Ei ins eigene Nest zu legen...

Serien

Die längste Siegesserie d. J. gelang zwischen dem 7. und 11. Spieltag der Saison 2004/05 (Oktober). Fünf Siege in der Bundesliga bedeuteten Vereinsrekord.

Fünf Spiele ohne Niederlage hatten die 96-Anhänger schon zwischen dem 25. und 29. Spieltag 03/04 (zwei Siege, drei Unentschieden im März/April) erlebt.

Die längste Niederlagenserie dauerte vom 21. bis 24. Spieltag (vier Spiele im Februar/März 2004).

Die längste Serie ohne Sieg betrug acht Spiele im Februar/März d. J. (19.-26. Spieltag). Zusammen mit dem Auftaktsieg gegen den Hamburger SV (3:2) bekamen wir in diesem Zeitraum in neun Spielen hintereinander mindestens einen Gegentreffer. Das bedeutete ebenso Rekord fürs Jahr 2004 wie die Tatsache, dass wir - kurios - in jenem Zeitraum 5mal hintereinander (18.-22. Spieltag) selbst mindestens einen Treffer pro Spiel bejubeln konnten. Dies gelang nur im "goldenen Oktober" noch ein Mal (7.-11. Spieltag).

Mit 357 Minuten gelang es den 96ern, zwischen dem 26. und 30. Spieltag (März/April d. J.), am längsten den eigenen Kasten sauber zu halten. Im April/Mai war hingegen das gegnerische Tor mit insgesamt 288 Minuten am längsten für uns wie vernagelt.

Per Mertesacker kam ab dem 06.03. d. J. (0:1 in Gladbach) in jedem der 29 Bundesliga-Spiele zum Einsatz - das bedeutete Rekord für einen Spieler von Hannover 96 im Jahr 2004. Dabei bestritt er nur ein Spiel - am 13.03. gegen Kaiserslautern musste er kurz vor Schluss wegen eines Nasenbeinbruchs ausgewechselt werden - nicht über die volle Distanz. Auch blieb er in allen Spielen ohne jegliche Verwarnung - noch eine Rekord-Serie des Jahres für den Jung-Nationalspieler.

Zuschauer

Insgesamt verfolgten 489.443 Zuschauer die 18 Heimspiele d. J., das bedeutet einen Schnitt von 27.191 Besuchern pro Spiel.

U. a. wegen der geringeren Kapazität (-> "AWD-Arena", -> Eintrittspreise) kamen im ersten Halbjahr mit 196.970 Zuschauern (21.885 im Schnitt) deutlich weniger Besucher, dafür war das Stadion in den letzten vier Heimspielen der Saison 03/04 (gegen Köln, Stuttgart, Frankfurt und Wolfsburg) jeweils ausverkauft.

Dies gelang im zweiten Halbjahr nicht (-> s. o.), bei 292.473 Zuschauern kamen aber 32.497 Zuschauer im Schnitt. Das letzte Heimspiel 2004 gegen Hertha BSC war mit 43.096 Zuschauern das bestbesuchte d. J.

Standards

Im gesamten Jahr 2004 erhielt Hannover 96 keinen Foulelfmeter zugesprochen. Die beiden Elfmeter aus dem ersten Halbjahr resultierten aus Handspielen eines gegnerischen Spielers: Krupnikovic (-> u. a. Aufstiegshelden) und Christiansen (-> TORero) verwandelten sie gegen den Hamburger SV (01.02.) bzw. Borussia Dortmund (27.03.).

Den einzigen Elfmeter d. J. gegen die Roten verursachte Dariusz Zuraw (-> Aufstiegshelden) mit einem (angeblichen) Foulspiel gegen Werder Bremen (18.09.). Ismael verwandelte ihn für die Hanseaten.

Das einzige direkt verwandelte Freistoß-Tor d. J. gelang Michael Tarnat (-> Tanne) beim 1:2 in Leverkusen (07.08.). Der Ex-Duisburger sorgte per Kopfball auch für den einzigen Torerfolg nach einer kurzen Ecke (-> kurze Ecke) beim 3:1 gegen Kaiserslautern (26.10.). Per Mertesacker wiederum gelang der einzige Treffer direkt nach einer Ecke in Dortmund zum 1:1-Ausgleich (29.08.).

Karten

Vier Platzverweise wurden gegen Spieler von Hannover 96 (-> rote Rüpel) 2004 ausgesprochen. Jeweils Gelb-Rot gab es für de Guzman (am 08.02. beim 1:3 in München, 90. Minute), Idrissou (am 20.03. beim 2:2 in Schalke, 88. Minute) und Cherundolo (am 01.05. beim 1:4 in Freiburg, 25. Minute). Dariusz Zuraw (am 18.09. beim 0:3 in Bremen, 19. Minute) erhielt die einzige Rote Karte d . J. gegen Hannover 96.

Auf gegnerischer Seite sahen Bayerns Ballack (s. o., 76. Minute) und Freiburgs Coulibaly (s. o., 79. Minute) Gelb-Rot, Lauterns Knavs (am 13.03. beim 0:1 gegen den FCK, 85. Minute) handelte sich direkt Rot ein.

Julian de Guzman ( u. a. die -> Fiesen) erhielt mit sieben Gelben Karten (3 im ersten, 4 im zweiten Halbjahr) die meisten Verwarnungen im Jahr 2004, gefolgt von Steven Cherundolo (2/3) und Dariusz Zuraw (4/1), die jeweils fünf Mal Gelb sahen.

Rote Grüße

ROB

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